Grimmaer Erklärung

Grimmaer Erklärung Vorwort

Wir, die Friedensbewegung Grimma 2014, haben zum Ziel die Souveränität der Bürger durch politischen Diskurs zu stärken.
Hierzu schaffen wir einen Raum der Öffentlichkeit, um freie Meinungsäußerung zu fördern.
Ein solcher, von uns angestrebter globaler Dialog, schließt jeden Menschen ungeachtet seines Alters, sowie seines sozialen, kulturellen und religiösen Hintergrundes ein.

Die Friedensbewegung stellt die Würde des Menschen in den Mittelpunkt und bietet deshalb keinen Raum für jegliche Art psychischer oder physischer Gewalt, sowie Hetze gegen Personen und Personengruppen.

Die grundsätzliche Idee einer friedlichen Bewegung verbindet momentan Deutschland- und Europaweit zahlreiche Städte. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit allen Montagsdemonstrationen, -mahnwachen und -initiativen, solange sie unseren hier festgelegten Grundsätzen nicht widersprechen.

Nichts desto Trotz ist die Montagsmahnwache Grimma 2014 autonom und agiert sowohl selbstorganisiert als auch eigenverantwortlich.
Wir tragen keinerlei Verantwortung für die thematischen Inhalte und Veröffentlichungen anderer Städte.

Jeder, der sich mit unseren Grundsätzen identifizieren kann ist eingeladen unseren Veranstaltungen beizuwohnen, um so die Bewegung mitzugestalten und voran zu bringen.

Selbstverständlich sind wir auch gegenüber Kritikern offen, denn nur im Dialog mit anderen können wir uns weiter entwickeln.

Grimmaer Erklärung

Wir erklären zu den aktuellen Montagsmahnwachen, welche jeden 3. Montag um 18 Uhr auf dem Marktplatz Grimma statt finden:

Wir stehen in der Tradition der friedlichen und gewaltfreien Bürgerbewegung von 1989.

Wir sehen uns als freie aufgeklärte Bürger, für die es nicht mehr akzeptabel ist, dass die
aktuelle Politik der Wirtschaft und anderen Lobbygruppen dient.

Wir stehen für Frieden auf der ganzen Welt und akzeptieren nur gewaltfreie Handlungen
als Mittel der Konfliktlösung.

Wir sind nicht mehr bereit, die vorgegebenen Strukturen weiter zu ertragen, in denen
Arbeitssuchende gegen Arbeiter, Rechts gegen Links , Ost gegen West, Handwerker gegen Unternehmer und Inländer gegen Ausländer aufgehetzt wird, um den Zwist im eigenen Volk aufrecht zu erhalten.

Wir sind nicht mehr bereit, von den von uns zwangsfinanzierten Medien überwiegend
einseitige Sichtweisen der Weltlage präsentiert zu bekommen, die den Verdacht aufdrängen, nicht über alle Sachverhalte und Hintergründe zu informieren, während gleichzeitig das allgemeine Niveau immer weiter sinkt und die Gehälter der Intendanten ins Unermessliche steigen.

Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass uns die immer weiter um sich greifende
Überwachung und Speicherung von Daten als Verbesserung unserer Sicherheit unter dem
Deckmantel der Terrorbekämpfung verkauft wird.

Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass unsere gewählten Politiker in einem
Land, in dem tausende Familien Lebensmittelspenden bei den Tafeln in Empfang nehmen
müssen, eine ihrer ersten sinnvollen Amtshandlungen darin sehen, eine unverhältnismäßige Diätenerhöhung durchzuführen.

Wir sind nicht mehr bereit, das Kriegsgerassel, welches immer wieder unter dem
Deckmantel von Menschenrechten geführt wird, jedoch klar wirtschaftlichen Interessen
dient, zu akzeptieren.

Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass andere Staaten Atomwaffen und militärische Einheiten in unserem Land stationieren, um Deutschland als Basis für
Aggressionen gegen andere Nationen zu nutzen. Unsere Flughäfen dürfen keine
Umschlagplätze für militärisches Personal und Material sein.

Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass entgegen dem gesunden Menschenverstand des Bürgers unumkehrbare Entscheidungen getroffen werden, deren
Folgen für uns und die nachfolgenden Generationen nicht abzusehen sind.

Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass eine kleine politische Kaste in einem
abgeschirmten politischen System in unserem Namen spricht, jedoch nicht in unserem
Sinne handelt.

Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass Entwicklungshilfegelder nicht den bedürftigen Menschen vor Ort dienen, sondern nur wirtschaftlichen Interessen der ersten
Welt und damit die sogenannte dritte Welt bewusst in Armut gehalten und nur als
Rohstofflieferant und Absatzmarkt betrachtet wird.
Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, wie der wirtschaftliche Lobbyismus ganz
offensichtlich in den Politikerstuben in Berlin und Brüssel ein- und ausgeht.

Wir stehen für eine Demokratie, die den Namen wieder verdient und direkte Entscheidungen des einzelnen Bürgers zulässt.

Wir stehen für ein Bildungssystem, dass Chancengleichheit herstellt und die Bedürfnisse
der Eltern respektiert.

Wir stehen für eine transparente und sparsame Finanzierung der öffentlichen Medien, die nicht dem Duktus von Einschaltquoten und Werbeeinnahmen unterworfen sind.

Wir stehen für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Natur und Umwelt, welcher
unsere Lebensgrundlage vor schädlichen industriellen Einflüssen bewahrt und Tiere nicht
mehr als Sache, sondern als empfindsame Lebewesen ansieht.

Wir stehen für eine sachgerechte und ethische Gesetzgebung, die nicht durch Lobbyismus gesteuert wird und nicht nur auf die Interessen einzelner globaler Wirtschaftsunternehmen abzielt.

Wir stehen für eine eigenständige und klare deutsche Innen- wie Außenpolitik, die Ihrer
Verantwortung gegenüber der Geschichte gerecht wird, sich jedoch nicht als Befehlsempfänger äußerer Interessen ansieht.

Wir stehen für ein faires Steuer- und Geldsystem, welches frei von Zins und Zinseszins ist
und den Interessen Aller und nicht Weniger dient.

Wir erklären uns solidarisch mit allen mutigen Bürgern, die heute und in Zukunft in Deutschland für ihre Interessen und die der nachfolgenden Generationen auf die Straße
gehen.

Wir erklären uns solidarisch mit allen europäischen Bewegungen, die für die Interessen
der Menschen eintreten und sich gegen Zentralismus und gegen das Diktat des Wirtschaftswachstums stellen.

Wir erklären uns solidarisch mit jedem einfachen Menschen auf dieser Welt, der sich aus Ohnmacht und Unterdrückung jedweder Art befreien möchte und dafür öffentlich einsteht.

Die Grimmaer Montagsmahnwache im Jahre 2014!

Wir rufen jeden verantwortungsbewussten Menschen der sich mit dieser Erklärung
identifizieren kann auf, alles in seiner Macht stehende zu tun, um unsere Welt gewaltfrei in einen besseren Ort zu verwandeln.

Jeden Tag zu jeder Stunde.

Denn der Wandel beginnt bei uns selbst!